mycoplasma hyopneumoniae (M.hyo)

Mycoplasma hyopneumoniae ist einer der schwerwiegendsten Krankheitserreger beim Schwein, da er im betroffenen Betrieb immense wirtschaftliche Verluste verursacht und außerdem Wegbereiterfunktion für weitere Sekundärinfektionen hat. Mycoplasmen werden über die Atemwege aufgenommen und befallen die Flimmerhärchen der oberen Luftwege. Diese werden zerstört und so die Abwehr- und Selbstreinigungskräfte der Atemwege stark beeinträchtigt. Zusätzlich wird eine Infektion mit Sekundärerregern begünstigt.

Die Infektion kann zwei verschiedene Verlaufsformen annehmen:

unkomplizierter verlauf

Unter günstigen Haltungsbedingungen und ohne Sekundärinfektionen verläuft eine Mycoplasmen-Infektion im Normalfall relativ mild – das heißt das Allgemeinbefinden der erkrankten Tiere wird nur minimal gestört. Neben dem typischen trockenen Husten, dem so genannten „Begrüßungshusten“, der beim Auftreiben ausgelöst werden kann, zeigen die betroffenen Tiere lediglich unspezifische Symptome einer Atemwegserkrankung wie z. B. Niesen und Nasenfluss sowie gegebenenfalls leichtes Fieber. Die Ausheilung erfolgt innerhalb weniger Tage bis Wochen.

komplizierter verlauf

Beim komplizierten Verlauf einer M. hyo-Infektion kommt es durch die Folgeinfektion mit einem oder mehreren Sekundärerregern zu schweren klinischen Krankheitserscheinungen und hohen Tierverlusten.

Typische Anzeichen eines komplizierten Verlaufs

  • erschwerte Atmung 
  • schlechtes Wachstum 
  • therapieresistenter Husten 
  • Kümmern und Auseinanderwachsen der Gruppen

Komplizierte Infektionsverläufe bedeuten aufgrund von Leistungseinbußen und erhöhten Tierverlusten immer auch hohe wirtschaftliche Verlust

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