die kombinationstherapie

Die 3 Säulen der Behandlung von Atemwegserkrankungen

Bekämpfung der Erreger (antiobiotische Therapie) 

Bekämpfung der Entzündung (antiinflammatorische Therapie) 

Bekämpfung des Schleims (sekretolytische Therapie)

antibiotische therapie

Die Kälbergrippe wird meistens durch Primärerreger, wie Viren und Mykoplasmen ausgelöst. Sie sind die Wegbereiter für bakterielle Infektionen (Sekundärinfektionen), indem sie die Lungenschleimhaut und die Zilien (Flimmerhärchen) zerstören. Viren können nicht mit Antibiotika bekämpft werden. Um jedoch so rasch wie möglich den Sekundärinfektionen (Bakterien,Mykoplasmen) entgegen zu wirken, muss sofort mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden.

Die Auswahl und die Entscheidung zur Anwendung von Antibiotika erfolgen durch den behandelnden Tierarzt nach fachgerechter Diagnose unter Berücksichtigungder Leitlinien für den sorgfältigen Umgang mit antibakteriell wirksamenTierarzneimitteln. Die Therapie muss sicherstellen, dass über mehrere Tage hohe Konzentrationen von wirksamen Wirkstoffen in der Lunge aufrechterhalten werden. Das Behandlungsschema und die Wirksamkeit der eingesetzten Behandlung muss der Tierarzt vorgeben und beurteilen.

Entscheidende Eigenschaften eines Antibiotikums für die Behandlung der Kälbergrippe: 

  • schnelles Anfluten und Anreichern in der Lunge
  • hoher und lang anhaltender Wirkstoffspiegel 
  • gute Wirksamkeit gegen die Erreger

Zusätzliche Hinweise

Antibiotika bekämpfen eine Infektion zwar sehr wirkungsvoll, wirken aber nicht spezifisch gegen die Entzündung und Schleimbildung. Hier sind Zusatztherapien erforderlich. Achtung: Die wirksame antibiotische Bekämpfung der Erreger muss auch nach dem Abklingen des Fiebers und der Atemwegssymptomatik noch über mindestens zwei Tage fortgeführt werden!

antiinflammatorische therapie

Infektiöse Erkrankungen gehen stets mit massiver Entzündung und Fieber einher. Einmal in die Lunge eingedrungene Erreger können sich bei fehlender Abwehrkraft des Tieres massenhaft vermehren. Dabei entstehen als Stoffwechselprodukt so genannte Bakterien-Toxine (Giftstoffe), die das Gewebe und den Organismus besonders stark schädigen. Diese Toxine werden auch ausden Zellwändender Bakterien freigesetzt, wenn diese z. B. durch Antibiotika abgetötet werden oder absterben. Diese Gifte schädigen das Lungengewebe und verstärken die Entzündungsreaktion.

Eine leichte Entzündung ist als Schutzmechanismus des Körpers nützlich. Eine übermäßige Entzündungsreaktion dagegen führt zu bleibenden Gewebeschäden und damit in der Folge zu einem Leistungsverlust. Das Rind neigt besonders dazu, dass Entzündungsreaktionen außer Kontrolle geraten. Überschießende Entzündungsreaktionen sind ein wesentliches Problem bei der Kälbergrippe. Deshalb kommt der Entzündungshemmung eine zentrale Bedeutung bei der Behandlung der Erkrankung zu. Der rechtzeitige und wirksame Einsatz eines langwirkenden Entzündungshemmers ist ein wichtiger Teil des Therapieschemas!

Bei der Auswahl des Entzündungshemmers (NSAID) sollte auf dessen Wirksamkeit gegenüber der Entzündung und auf die Neutralisation der Endotoxinwirkung Wert gelegt werden. Ein weiterer positiver Effekt ist dann auch die nachhaltige Senkung des Fiebers.

Die Zusatztherapie mit einem lang wirksamen Entzündungshemmer (NSAID), unterstützt den Heilungserfolg und bringt eindeutige Vorteile.

sekretolytische THERAPIE MIT BISOLVON®

Im Laufe einer Lungenentzündung wird der Bronchialschleim durch die entzündlichen Reaktionen dick und zäh. So lässt er sich schlecht abhusten und behindert die körpereigenen Abwehrkräfte und die Antibiotika bei ihrem Kampf gegen die Erreger. Die sekretolytische (schleimlösende) Behandlung mit Bisolvon® dient der Verflüssigung des zähen Schleims, erleichtert damit das Abhusten, beschleunigt die Heilung und verringert das Rückfallrisiko.
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ATEMWEGSERKRANKUNGEN BEI RINDERN

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